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Im Wandel der Zeit
Rechts sehen Sie das älteste uns erhaltene Bild, das den Kirchraum von innen zeigt. Es stammt aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Dieses Bild war Grundlage für die Untersuchungen zur Renovierung zur Jahrtausendwende. Interessant sind der alte Ofen, der vorne links für Wärme gesorgt hat, und die aufgemalten Sprüche am durchlaufenden Band.
Die Kirche hat im Wandel der Zeit mehrmals ihr Gesicht verändert. Die Innenrenovierungen in den 1960er Jahren und zur Jahrtausendwende seien hier genannt. Das Bild auf der linken Seite zeigt noch den alten Abendmahlstisch, der mit einem schweren schwarzen Altartuch bedeckt ist. Im Hintergrund sind vor dem Chorfenster die Bänke der Kirchenältesten zu erkennen. Über dem Chorfenster ist der Spruch aus dem Hebräerbrief zu lesen: "Jesus Christus gestern und heute und der selbe auch in Ewigkeit." Im Chorraum ist nur eine Seitentür zu erkennen (hinter dem Kanzelaufgang). An der rechten Seite ist die Ehrentafel angebracht.
Der Blick vom Abendmahlstisch aus in die Gemeinde zeigt den mit schwarzen Tuch geschmückten Aufgang zur Kanzel und den Abendmahlstisch mit Bibel und Blumenschmuck. Im Hintergrund ist die alte Orgel zu erkennen, die wegen Baufälligkeit in den 1960er Jahren ersetzt werden musste. Das Bild zeigt in schöner Weise, wie sich die Orgel in das Gewölbe einfügt. Schade, dass diese Orgel nicht zu erhalten war.

Der Blick wird auf diesem Bild durch den Teppich im Mittelgang auf das Zentrum geführt, den Abendmahlstisch mit dem Antependium mit Kreuz. Der Abendmahlstisch ist schon der neue Tisch, der auch heute noch in der Kirche steht. Er wurde unter Pastor Beine in den 1950er Jahren angefertigt. Die Sprüche an den beiden Wänden rechts und links vor dem Chorraum sind durch den Bildausschnitt nicht zu erkennen.
Lange Jahre hatte die Kirche ein farbiges Gesicht. Die Decke war in Weiß gehalten, die Wände in einem Gelbton. Bänke, Kanzel und Empore waren in einem blau / weißen Anstrich versehen. Im Chorraum ist die linke Tür zu sehen, die in einen Abstellraum führte, dem ehemaligen Kokskeller. Vor dem Chorfenster sind die Reste der alten Kronleuchter aus den Seitenschiffen als Standleuchter zu sehen.

Der Blick in die Gemeinde zeigt die blauen Bänke und die weiß gehaltene Empore. An der Decke sind die zylinderförmigen Lampen zu erkennen. Auf der Empore, die im Vergleich zum alten Instrument, relativ klein wirkende Orgel.

Und heute bietet sich dem Betrachter ein Bild an, das nah am ursprünglichen Aussehen der Alten Dorfkirche ist. Die Innenrenovierung zur Jahrtausendwende hat sich an alten Befunden orientiert und ein Schatzkästchen hervorgebracht. Das Chorfenster ist ein neuer Entwurf aus dem Jahr 1999. An den Wänden sind die umlaufenden Schmuckbänder zu erkennen, die in ähnlicher Weise auch damals in der Kirche zu sehen waren. Die Motive "Weinrebe und Weinlaub wiederholen sich. Die alten Kronleuchter sind wieder zu bewundern und seitlich sind Wandleuchter angebracht worden.

Die Farben sind von einem warmen Farbton. Die Dorfkirche hat vom Aussehen her dazu gewonnen und bietet einen angenehmen Anblick.
Wir laden Sie herzlich in unsere Kirche ein. Sie sind willkommen.
Klein aber fein - Detailansichten

Weinlaub und Weinrebe sind immer weiderkehrende Motive in der Kirche: so z.B. als Detailansicht der Wandleuchter.

Das Sichtfenster des umlaufendes Bandes zeigt den alten farblichen Bestand, der bei der Innenrenovierung freigelegt worden ist. Deneben ist die neue Bemalung mit Weinlaub und Weinreben zu erkennen.
Der Schalldeckel der Kanzel zeigt einen vergoldeten Stern.

Detailansicht der Säulen.
Die Ornamentik an der Decke ist bei der Innenrenovierung zur Jahrtausendwende nach alten Innenaufnahmen rekonstruiert worden und entspricht sehr wahrscheinlich der Intention des Baurates Merckel.

