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Mai 2012
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Legende:

vorgemerkt
 
bestätigt
 
 
Kanzel

Seit 1875 ist unsere Alte Dorfkirche

  • Ort des Glaubens
  • Heimat
  • Taufort
  • Traukirche
  • Ort des Abschieds
  • Zuflucht
  • Hoffnungsraum
  • Kirche für Alle
  • mit Gebeten, Liedern und Predigten erfüllt
  • Konfirmationsraum
  • Ort des Dankes
  • Raum für Kummer
  • Ort für Jubiläumshochzeiten
  • und Jubiläumskonfirmationen
  • Mittelpunkt
  • Platz, um Lasten abzulegen
  • Wegweiser

Das alles ist unsere Alte Dorfkirche seit mehr als 130 Jahren.

Das alles soll sie uns in Augustdorf für die Zukunft bleiben.

Das alles kann sie nur sein,

wenn Leben in ihr ist und Menschen sie so vielfältig nutzen.

Das alles ist nur möglich, wenn wir sie erhalten.

Wenn wir sie mit Leben füllen

und wenn wir auch die Mauern erhalten, die uns das alles bieten.

Unsere Kirche ist uns etwas wert!

Deshalb füllen wir sie mit Leben.

Deshalb wollen wir sie unterhalten.

Deshalb werden wir es uns etwas kosten lassen,

sie zu unterhalten.

Helfen Sie uns dabei.

Mit Ihrer Gabe im Opferstock am Kirchenausgang

oder mit Ihrer Unterstützung bei unserem Stiftungsfonds.

Und natürlich mit Ihren Ideen,

mit Ihrer Freude und mit Ihren Sorgen,

mit denen Sie unsere Kirche mit Leben erfüllen.

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Karl Fuhr

Karl Fuhr, geboren am 17. Januar 1911 in Bad Kreuznach, studierte in Erlangen und Bonn. Die beiden theologischen Examen legte er 1935 bzw. 1938 vor der (vom NS - Staat her gesehen illegalen) Prüfungskommission der Rheinischen Bekenntnissynode in Barmen ab. Hilfsprediger wurde er in der Bekennenden Gemeinde in Aachen, später in der Bekennenden Gemeinde in Hilden bei Düsseldorf. Ab Herbst 1943 bestand seine Verpflichtung zum Kriegsdienst, aufgrund eines Unfalls wurde er bereits im Frühsommer 1944 wieder daraus entlassen. Karl Fuhr wurde - wie vielen anderen Vertretern der Bekennenden Kirche - in der Lippischen Landeskirche ein Unterkommen in einer der Gemeinden angeboten. Zunächst arbeitete er in Heiligenkirchen bis er dann im August 1944 nach Augustdorf kam.

Die Situation in Augustdorf wird nicht einfach für ihn gewesen sein. Im Pfarrhaus war nach wie vor Frau Schulte Hausherrin, deren Mann als vermisst galt. Frau Schulte versah das Organistenamt der Gemeinde. Seit einiger Zeit lebte auch die Diakonisse Mathilde Brand im Pfarrhaus, ferner einige Evakuierte aus dem Ruhrgebiet und für einige Zeit auch Pfarrer Schultes Vater.

Bewegend ist der Bericht über das Kriegsende in Augustdorf. Pfarrer Fuhr hielt am Ostersonntag 1945 noch den Gottesdienst in der Dorfkirche, als der Beschuss der amerikanischen Truppen bereits eingesetzt hatte. Im Abkündigungsbuch vermerkte Pfarrer Fuhr: "Der Gottesdienst musste infolge Beschusses abgebrochen werden... Am 1. Feiertag wurde im kleinen Kreis im Pfarrhaus die Osterpredigt gehalten." Die Kampfhandlungen über die Osterfeiertage (1. und 2. April) trafen Augustdorf relativ hart. 28 Häuser wurden zerstört, auch kirchliche Gebäude wurden beschädigt. Karl Fuhr berichtete später von mehreren direkten Treffern, sowie von Schäden an Fenstern und Dächern.

Ehrenfriedhof Im Mai 1946 berichtete Pastor Fuhr von der erfolgten Umbettung der an den verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet Gefallenen. Seitdem ist das Gelände hinter dem Ehrenmal Ehrenfriedhof - die Chronik beziffert die Zahl der Gräber mit 72 Soldaten und 55 Kriegstoten aus dem Ausländerlager.

 

Am 15. Mai 1947 verließ Karl Fuhr die Gemeinde Augustdorf, um das Pfarramt in Hiddesen zu übernehmen. Später war er Pfarrer und Superintendent in Aachen. Karl Fuhr verstarb am 12. Juni 2000.



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