Kalender
Seit 1875 ist unsere Alte Dorfkirche
- Ort des Glaubens
- Heimat
- Taufort
- Traukirche
- Ort des Abschieds
- Zuflucht
- Hoffnungsraum
- Kirche für Alle
- mit Gebeten, Liedern und Predigten erfüllt
- Konfirmationsraum
- Ort des Dankes
- Raum für Kummer
- Ort für Jubiläumshochzeiten
- und Jubiläumskonfirmationen
- Mittelpunkt
- Platz, um Lasten abzulegen
- Wegweiser
Das alles ist unsere Alte Dorfkirche seit mehr als 130 Jahren.
Das alles soll sie uns in Augustdorf für die Zukunft bleiben.
Das alles kann sie nur sein,
wenn Leben in ihr ist und Menschen sie so vielfältig nutzen.
Das alles ist nur möglich, wenn wir sie erhalten.
Wenn wir sie mit Leben füllen
und wenn wir auch die Mauern erhalten, die uns das alles bieten.
Unsere Kirche ist uns etwas wert!
Deshalb füllen wir sie mit Leben.
Deshalb wollen wir sie unterhalten.
Deshalb werden wir es uns etwas kosten lassen,
sie zu unterhalten.
Helfen Sie uns dabei.
Mit Ihrer Gabe im Opferstock am Kirchenausgang
oder mit Ihrer Unterstützung bei unserem Stiftungsfonds.
Und natürlich mit Ihren Ideen,
mit Ihrer Freude und mit Ihren Sorgen,
mit denen Sie unsere Kirche mit Leben erfüllen.
Hans Held
Nach dem Weggang Pastor Schrecks konnte die Pfarrstelle der Kirchengemeinde zunächst nicht wieder mit einem eigenem Pfarrer besetzt werden. Einzig die Versorgung von Haustenbeck aus kam zu dieser Zeit in Frage. Somit wurde Pastor Held auch für Augustdorf zuständig und wechselte seinen Sitz von Haustenbeck nach Augustdorf. Für Pastor Held war es über all die Jahre hinweg, die er in Augustdorf Dienst getan hat, immer sehr wichtig, dass er - zumindest auf dem Papier - noch immer der Pastor von Haustenbeck war. Er hat wohl über all die Jahre nicht aufgegeben, darauf zu hoffen, noch einmal nach Haustenbeck zurückkehren zu können. Die Pläne des Staates mit der Senne und dem Ausbau des Truppenübungsgeländes brachten das entgültige Aus des Dorfes Haustenbeck mit sich. Mit der definitiven Auflösung des Dorfes im Jahr 1939 zerfiel seine Hoffnung und es gab für ihn auch keinen weiteren inneren Grund mehr, nach ungefähr einem Jahrzehnt noch weiterhin in Augustdorf zu bleiben. Er bewarb sich auf die vakante Pfarrstelle nach Brake und trat die Stelle zum 1. April 1940 an. Pastor Hans Held fiel am 22. Februar 1944 in Rußland.
Mit Hans Held beginnt die Zeit der Kirchengemeinde unter dem Nationalsozialismus. In diesen Jahren hat Pastor Held eine deutliche Position eingenommen. Zusammen mit seinem Vater gehörte er dem "Coetus reformierter Prediger in Lippe" an, er darf in das Umfeld der Bekenntnispfarrer gerechnet werden. In Augustdorf hatte man bei der reichsweit durchgeführten Kirchenvorstandswahl 1933 drei Vertreter gewählt, die ausdrücklich der Parteinorm entsprachen. Mit den Stimmen dieser drei Vertreter wurde am 12. März 1934 ein einstimmiger Beschluss des Kirchenvorstandes gefaßt, mit dem sich der Kirchenvorstand hinter die auf der Freien Synode der reformierten Gemeinden in Barmen verabschiedeten "Erklärung zum rechten Verständnis der reformatorischen Bekenntnisse" stellte. Eine mutige Entscheidung und ein deutliches Bekennen auch dessen, was man als Irrlehre und als zu bekämpfen ansah.
