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Februar 2012
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Legende:

vorgemerkt
 
bestätigt
 
 

Spruch für die Woche nach dem Sonntag Septuagesimae:

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel 9,18

Kreuz (Detail: Mann mit Kreuz)
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Die sogenannte Vorpassionszeit


Die sogenannte Vorpassionszeit

Liturgische Farbe: Grün

 

 

Die drei Sonntage Septuagesimae, Sexagesimae und Estomihi bilden als sogenannte Vorpassionszeit eine Brücke zwischen der Epiphaniaszeit und der Passionszeit. Ihre Namen haben dabei durchaus Bedeutung - Septuagesimae (übersetzt: 70) und Sexagesimae (=60) weisen über die Passionszeit hinweg auf Ostern und zeigen an, dass es nur noch ca. 70 bzw. 60 Tage sind bis zum Fest der Auferstehung. Estomihi ("Sei mir ein starker Fels...") spricht unmittelbar vor Beginn der Passionszeit Mut und Hoffnung zu.


Epiphanias 2

Uns wurde eine Frage gestellt - wir versuchen sie hier zu beantworten:

"Warum steht der Weihnachtsbaum im Januar noch in der Kirche?"

Der Weihnachtsbaum ist zwar kein ursprünglich christliches Symbol, aber er gehört seit Generationen einfach zu Weihnachten dazu. Nimmt man die Kirchenjahreszeiten ernst, gehört der heilige Abend strenggenommen noch zur Adventszeit. Erst nach der Mette, dem Mitternachtsgottesdienst beginnt mit dem 25. Dezember das Weihnachtsfest. Die Weihnachtszeit erstreckt sich bis Epiphanias, dem Erscheinungfest (in der Katholischen Kirche: Heilige 3 Könige) am 6. Januar. Der Weihnachskreis des Kirchenjahres zieht sich über den 6. Januar noch hinaus auf die Sonntage nach Epiphanias (siehe den Artikel unten zu Epiphanias). In unserer Kirchengemeinde ist es üblich, den Baum bis mindestens zu Epiphanias bzw. zum kurz darauffolgenden Sonntag stehen zu lassen, um die noch bestehende Weihnachtszeit zu betonen. Inzwischen ist der Baum in der Kirche auch abgeschmückt worden. Die Krippe aber steht noch für einige Zeit in der Epiphaniaszeit - ebenfalls aus dem Grund, dass wir uns mit den Sonntagen nach Epiphanias kirchenjahreszeitlich noch im Weihnachtskreis befinden (wir haben keine Figuren für die Weisen / Könige - wo sie aber in der Krippe stehen, werden sie oft auch erst zu Epiphanias aufgestellt).

11. Januar D. Leweke


Epiphanias

 

Epiphanias

Liturgische Farbe: Weiß

 

 

Epiphanias, zu deutsch: Erscheinung (des Herrn) ist nach Ostern das zweitälteste christliche Fest. Es wurde schon um 300 als Fest der Geburt und der Taufe Jesu gefeiert. Der Tag dieses Festes ist am 6. Januar und wird in der Katholischen Kirche mit der Bezeichnung "Heilige drei Könige" versehen. Dieses (katholische) Fest hat mit seinem Inhalt den ursprünglich weiter gefaßten Sinn des Tages überlagert. So ist heute der Bericht von der Ankunft der Weisen der zentrale Inhalt. Neben dieser Erzählung stehen von alters her auch die Berichte über Jesu Taufe und über die Hochzeit zu Kana in enger Verbindung zu Epiphanias. In Teilen der orthodoxen Kirche wird bis heute der 6. Januar als "Weihnachtsfest" gefeiert. Die evangelische Kirche hat dieses Fest weitgehend verloren - im Volksdenken aber ist es noch verankert. So bleiben oftmals die Weihnachtsbäume und der Weihnachtsschmuck bis zum 6. Januar stehen. Das versinnbildlicht auch, dass die Weihnachtszeit nach dem 26. Dezember noch nicht vorüber ist. Im weiteren Sinne gehören auch die Sonntage nach Epiphanias auch noch zum Weihnachtskreis des Kirchenjahres hinzu.

Die Anzahl der Sonntage nach Epihanias richtet sich nach dem Ostertermin. Ostern fällt auf den Sonntag nach dem 1. Frühlingsvollmond. Ist dieser Termin spät im Jahr verlängert sich die Epiphaniaszeit und verkürzt sich die Triniatatiszeit.

 


Weihnachten

 

Weihnachten

Liturgische Farbe: Weiß

 

 

Weihnachten: Fest der Liebe. Gott macht sich erreichbar. Gott wird Mensch. Nach Karfreitag / Ostern ist Weihnachten damit das wichtigste Fest im christlichen Jahresablauf. Heiligabend - mit dem wir inzwischen den Höhepunkt feiern - ist im Grunde der letzte Tag der Adventszeit. Früher wurden die Mitternachtsgottesdienste zur Beginn der Weihnacht gefeiert. Diese "Metten" sind dann im Laufe der Zeit vorverlegt worden, so dass man heute schon des Nachmittags die ersten Festgottesdienste zum Heiligen Abend feiert.

KrippeGr Mit dem 1. Weihnachtsfeiertag beginnt die Weihnachtszeit. Sie erstreckt sich über die Epiphaniaszeit (ab dem 6. Januar) bis Ende Januar oder gar Anfang Februar. Die liturgische Farbe zur Weihnacht ist das festliche Weiß, eine Farbe der Reinheit.

Die Krippe in der Dorfkirche wird seit einigen Jahren bereits zum 1. Advent aufgebaut und von Woche zu Woche durch weitere Figuren ergänzt. Ab Heiligabend stehen alle Figuren der Weihnachtskrippe an ihrem Platz. Bis mindestens zum Sonntag nach Epiphanias sind sie dort zu sehen.

Die Symbolik zu Weihnachten ist vielfälltig. Manches ist übernommen und christianisiert worden, anderes hat sich entwickelt. Die Tradition, einen Baum zu schmücken gibt es in vielen Kulturen. In MItteleuropa hat dieser Brauch noch keine so lange Tradition. Erst relativ spät (19. Jahrhundert) hat sich der "Weihnachtsbaum" einen Platz in den Stuben erkämpft. Der Christbaumschmuck bestand ursprünglich aus süßen Sachen und Äpfeln. Erst später sind daraus Kugeln und sonstiger festlicher Schmuck geworden. Die Geschenke erklären sich möglicherweise durch die Gaben der Könige / Weisen; ganz sicher ist damit aber auch das große Geschenk zur Weihnacht gemeint: Gott schenkt uns seinen Sohn!

Feiern wir Weihnachten. Feiern wir die Geburt Jesu. Feiern wir, dass Gott sich erreichbar gemacht hat. Und genießen wir die Tage. Auch nach dem Fest. Es ist dann noch immer Weihnachtszeit!


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