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Februar 2012
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Legende:

vorgemerkt
 
bestätigt
 
 

Spruch für die Woche nach dem Sonntag Septuagesimae:

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel 9,18

Altarbibel

Lesung zum Sonntag Sexagesimae:

2. Korinther 12,1-10:

Gerühmt muss werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? Ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? Ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -, der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann. Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit. Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

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Offen gesagt...

Chorraum vom Friedhof gesehen Der Kirchentag in Bremen vor 3 Jahren hat in seinem Liederbuch auch ein maritim geprägtes Lied aufgenommen.
„Heute mal wieder schwere See,
Wind nur von vorn und manche Böe,
trübe und kalt so ein grauer Tag
trifft mich schon jeder Wellenschlag?"
Die Musik entführt uns in eine Sehnsuchtswelt, aber der Text erzählt anderes. Da geht es nicht um Urlaub unter der Sommersonne am deutschen Nordseestrand, sondern um schwere See. Da geht es nicht um Entspannung, sondern um Angst. Da geht es um die Erfahrung, dass sich Sorge verdichtet, dass sich Druck staut, dass Angst im Körper hochkriecht und alles umfasst. Da geht es um das Leben. Darum, wie es weiter gehen soll, wenn der Druck zu groß wird. Wie es weitergehen soll, wenn die Angst die gesamte Existenz umfasst. Was tun in schweren Wassern? Was tun, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht? Was tun, wenn einem die Wellen in das Boot des Lebens schlagen - und die Angst sekündlich größer wird, sich zur Not, zur Qual entwickelt?
Das Leben. Es wird gerne mit einem Schiff verglichen. Das Schiff des Lebens auf dem Meer der Zeit. Wenn ich auf mein Leben schaue, wenn wir, jede und jeder für sich, auf unser jeweiliges Leben schauen, dann sehen wir unterschiedliche Situationen vor uns. Der eine ist im Aufbruch befindlich. Das große Abenteuer Leben lockt. Es ruft heraus aus der Enge des Bisherigen in die Weite der Zukunft. Die Segel sind gehisst, das Schiff des Lebens sticht in offene See. Die Gefahren, die Probleme der Zukunft - sie sind dazu da, bewältigt zu werden. Man ist schließlich jung, man ist stark, man ist klug - oder zumindest clever.
Die andere hat vielleicht Anker geworfen. Alles ist gut. Alles ist schön. Man wird beneidet. Das Leben ist lebenswert. So, wie es in den bunten Broschüren in unzähligen Bildern abgedruckt ist: ein romantischer Hafen, ein schöner Sonnenuntergang, glitzernde See unter strahlender Sonne. Das habe ich mir verdient. Das habe ich mir erschaffen. Das hat den Einsatz gelohnt. Das will ich mir erhalten. Und dann wird es solche geben, die weniger an maritime Romantik denken können. Menschen, die gebeutelt werden. Menschen, denen der Gegenwind ins Gesicht bläst. Menschen, die das steigende Wasser geradezu im täglichen Leben spüren können. Und die eingebauten Sicherheiten? Sie greifen nicht mehr. Sie greifen jedenfalls nicht existentiell. Sie können die Angst nicht besiegen. Sie geben keinen Halt. Und wo der Boden bröckelt, da droht bald ein Erdrutsch. Und in ihrer Hilflosigkeit rufen sie nach Gott: Warum ich? Warum muss gerade mir das geschehen? Warum lässt du das zu?
Was tun, wenn das Leben mit schwerer See aufwartet? Das Lied singt:
„Komm, lichte den Anker,
es leuchtet ein Turm,
getrost setze Segel,
Gott hält dich im Sturm."
Ich wünsche mir den kleinen Glauben des Petrus. Kleingläubiger, so nennt in Christus. Ich wünsche mir diesen kleinen Glauben, der immer noch weiß, wer mir die Hand reicht. Der in den schönen wie in den stürmischen Tagen da ist, mir und dir zur Seite steht. Der mitgeht. Der auch im kräftigsten Sturm des Lebens bei mir ist. Die zweifelnden Fragen werden kommen - und sie werden auch wieder gehen. Christus ist da. Das gibt mir Hoffnung. Ein Licht in dunkler Nacht. Es leuchtet ein Turm. Geborgenheit. Und so will ich Segel setzen. Denn Gott hält mich - und dich - im Sturm. Und wenn die Wellen höher werden, wenn der Gegenwind sich bedrohlich verstärkt, dann möchte ich mein Vertrauen auf Gott setzen. Und ich weiß: ich bin nicht verlassen!


Gott sei Dank, es ist Sonntag!

Sonntagsaktion   der Evangelischen Kirche

Eine Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland.

www.sonntagsruhe.de

 

"Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn,

weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken,

die Gott geschaffen und gemacht hatte."

1. Mose 2,3

 


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